| Zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung der Deutschen lässt sich feststellen, dass sich Wahrnehmung und Einschätzung der Vereinigten Staaten von Amerika und des transatlantischen Beziehungsgeflechts und Wertebezugssystems in Ost- und Westdeutschland sehr unterschiedlich darstellen.
Begründbar ist dieser Unterschied durch vierzig Jahre getrennter Sozialbiographie: In Westdeutschland hat sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wirtschaftlich wie auch politisch in der Bevölkerung eine Haltung gegenüber den USA durchgesetzt, die mit Begriffen wie Vertrauen, Zuverlässigkeit und sogar Dankbarkeit zu umschreiben ist. Auf der politischen Ebene hat sich das Verhältnis zu den USA zu einem stabilen Partner auf Augenhöhe entwickelt.
Dem ehemaligen politischen System entsprechend, spiegelt die Einschätzung der USA in den Neuen Bundesländern häufig vierzig Jahre Vorbehalte gegen die USA, die NATO und ihre Mitgliedsstaaten wider. Vertrauen und Zuverlässigkeit galt dem sowjetischen „Bruderland“ und in Zeiten des Kalten Krieges stand den Ländern des Warschauer Vertrages das Nato-Bündnis als ausgemachter Feind gegenüber.
Die Wahrnehmung der USA als wichtigster Bündnispartner Deutschlands und der Transatlantischen Wertegemeinschaft (Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit) erfährt in den Neuen Bundesländern weniger Akzeptanz.
Die „Potsdamer Gesellschaft für transatlantischen Dialog – Gateway Brandenburg - Washington e.V.“ wurde im April 2009 in Potsdam mit dem Ziel gegründet, vom Standort eines Neuen Bundeslandes aus die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Einheit des wiedervereinigten Deutschlands zu fördern, die Verbindung zwischen den neuen Bundesländern und den USA sowie dem erweiterten Europa zu stärken und der Bevölkerung in den Neuen Bundesländern die Möglichkeit zu geben, sich durch aktive Beteiligung ein eigenes Bild von dem Partner in Übersee zu verschaffen.
Die Potsdamer Gesellschaft für transatlantischen Dialog – Gateway Brandenburg – Washington e.V. ist überparteilich, sie finanziert sich aus Zuwendungen und Öffentlichen Zuschüssen.
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